Korrosion unter Isolierung (KUI)

Mit zunehmender Hitzeeinwirkung nimmt die Porosität des Stahls zu und ermöglicht damit eine ausgezeichnete Haftung. Aus diesem Grund hat Belzona hitzeaktivierte Produkte entwickelt, die mit steigender Temperatur weniger viskos werden und heiße Oberflächen durchdringen.

Lösungen

Was macht unsere Lösungen einzigartig?

Kosteneffizienz

  • Eines der Hauptmerkmale von Belzona-Produkten für KUI sind hitzeaktivierte Aushärtungseigenschaften, die eine Anwendung direkt auf heiße Oberflächen ermöglichen und somit Stillstände reduzieren.
  • Belzona-Produkte zeichnen sich durch hohe Adhäsion aus, haften auf manuell vorbereiteten Oberflächen und überwinden somit traditionelle Herausforderungen bei der Oberflächenbehandlung während der Anwendung.

Einfache und sichere Anwendung

  • Belzona-Produkte sind lösemittelfrei und werden kalt aufgetragen, was Heißarbeiten überflüssig macht. Zudem sind sie einfach in der Anwendung und sicher im Gebrauch.
    Diese Lösung unterscheidet sich von thermischen Spritzverfahren, da diese Systeme für die Anwendung erhitzt werden müssen und somit spezielle Sicherheitsgenehmigungen erforderlich machen. Dies betrifft beispielsweise Aluminiumbeschichtungen, die durch thermisches Spritzen aufgetragen werden. Belzona bietet eine Lösung, die kein Vorwärmen erfordert und so damit verbundene Risiken und Probleme vermeidet.

Langlebigkeit

  • Belzona-Produkte sind gegen eine Vielzahl von Chemikalien beständig, hitzeresistent und bieten darüber hinaus ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit. Zudem bietet Belzona für Wärmedämmungen eine langlebige, wetter- und wasserfeste Beschichtung, die Korrosion unter der Isolierung vorbeugt.

Wie funktioniert die Belzona Lösung?

Mit zunehmender Hitzeeinwirkung nimmt die Porosität des Stahls zu und ermöglicht damit eine ausgezeichnete Haftung. Aus diesem Grund hat Belzona hitzeaktivierte Produkte entwickelt, die mit steigender Temperatur weniger viskos werden und heiße Oberflächen durchdringen. Die Produkte durchtränken die Oberfläche und erreichen so eine bessere Haftung selbst auf manuell vorbereiteten Oberflächen.

Ursachen

Rohrleitungen und Behälter, die bei hohen oder sehr niedrigen Temperaturen betrieben werden, sind zur Vermeidung von Wärme- und Energieverlusten und aufgrund von Gesundheits- und Sicherheitsrisiken überwiegend mit Wärmedämmungen verkleidet. Korrosion unter Isolierung (KUI) kann sowohl bei unlegiertem Stahl als auch Edelstahl auftreten. KUI entsteht hauptsächlich durch Wasser, das in die Wärmedämmung von Rohrleitungen und Behältern eintritt und zu schneller Korrosion führt.

Nachfolgend sind einige mögliche Gründe für das Vorhandensein von Wasser aufgelistet:

  • Wassereinschlüsse in der Wärmedämmung während der Konstruktion, beispielsweise aufgrund von Lagerung in feuchter Umgebung oder Aufbringung bei ungünstigen Wetterverhältnissen
  • Konstruktionsweise herkömmlicher Wärmedämmungen, deren Verbindungs-/Nahtstellen inhärente Schwachstellen darstellen
  • Mechanische Schäden an herkömmlichen Wärmedämmungen
  • Verschüttete Flüssigkeiten in tiefliegenden Bereichen
  • Kondensation durch zyklische Temperaturschwankungen
  • Leckagen im Begleitheizungssystem
  • Schlechte Verarbeitung der Schutzverkleidung

Die Entstehung von KUI wird darüber hinaus auch durch die Gegenwart von Ionen wie Chloriden oder Sulfiden begünstigt bzw. beschleunigt. Unter bestimmten Umständen können diese Ionen die Korrosion beschleunigen und zu verschiedenen Korrosionsarten wie Lochfraß oder Spannungsrisskorrosion führen. Diese Ionen stammen entweder aus dem Dämmmaterial oder aus der Umgebung vor Ort, zum Beispiel saurem Regen und sich zersetzenden organischen Substanzen wie totem Pflanzenmaterial oder Verschüttungen.

Auch Temperaturschwankungen spielen hinsichtlich der Schwere des Korrosionsausmaßes eine große Rolle. So werden im Allgemeinen alle chemischen Reaktionen (zu denen auch Korrosion gehört) durch einen Anstieg in der Temperatur beschleunigt.

Die schwerwiegendste Art des Angriffs stellt eine Kombination aus zyklischen Temperaturen und Ionen dar. Diese kann einen Konzentrationsmechanismus auslösen, bei dem die wiederholte Kondensation und Verdunstung von flüssigen Rückständen die Konzentration von Ionen zum Zeitpunkt der Korrosion zunehmend erhöht, wodurch der Grad der Korrosion stark beschleunigt wird.

Diese Arten der Korrosion sind besonders problematisch, da sie oft unvorhergesehen sind und unentdeckt bleiben, bis vorzeitige und potentiell schwerwiegende Anlagenausfälle auftreten.

Auswirkungen auf die Umwelt

Gesundheits- und Sicherheitsrisiken
Aufgrund arbeitsschutzrechtlicher Bedingungen sind heiße Außenflächen in der Regel ummantelt/isoliert. Folglich stellen die Stellen, an denen KUI auftritt, für diejenigen, die in ihrer Nähe arbeiten, eine Verletzungsgefahr dar. Sehr starke KUI kann darüber hinaus zu katastrophalem Totalausfall wie beispielsweise Einstürzen, Explosionen oder – bei Sauerstoff in ölgetränkten Dämmungen – Feuern führen. Für den Arbeitgeber sind dies sehr ernst zu nehmende Probleme und sollten daher sofort in Angriff genommen werden, um Personenschäden zu verhindern.

Energieverluste
Wärmedämmungen finden jedoch nicht nur aus arbeitschutzrechtlichen Gründen breite Anwendung, sondern dienen auch der Energieeinsparung bzw. Energieerhaltung. Nicht ummantelte oder nicht isolierte Anlagen können sehr energieineffizient sein, da Wärmeenergie einfach an die Atmosphäre abgegeben wird und so zu unnötigen Kosten führen.

Umweltschäden
KUI kann letztendlich zum Undichtwerden der Behälter oder Rohrleitungen führen und so lokale Umweltverschmutzungen und mögliche Grundwasserkontaminierung nach sich ziehen.

Daher ist es offensichtlich, dass KUI zu erheblichen Problemen führen kann. Aus diesem Grund müssen sich Anlagenbesitzer der hohen Verantwortung stellen, dass KUI-Probleme nicht unbeachtet bleiben.

Herausforderungen bei herkömmlichen Instandhaltungslösungen

Konventionelle Verfahren und Reparaturmethoden wie herkömmliche Beschichtungen bzw. Verstärkung oder Austausch der Ausrüstung sind nicht sonderlich beliebt, da diese Arbeiten nur während eines kostspieligen Stillstands ausgeführt werden können. Reparaturen vor Ort, die außerhalb der Stillstandzeiten durchgeführt werden können, sind von daher die erste Wahl, jedoch bei KUI aufgrund der folgenden Gründe oftmals nur schwer möglich:

  • Oberflächen sind zu heiß, um Produkte direkt aufzutragen
  • Normalerweise müssen die Produkte auf manuell vorbereitete Oberflächen aufgetragen werden
  • Heißarbeiten sind für gewöhnlich nicht erlaubt.

Aus diesen Gründen ist es für jeden Anbieter von KUI-Lösungen unerlässlich, diese Herausforderungen zu bewältigen, damit Arbeiten vor Ort und außerhalb geplanter Stillstände durchgeführt werden können.

Geschichte

Dank seiner mehr als 55-jährigen Erfahrung in der Entwicklung von Reparaturverbundwerkstoffen kann Belzona heute Systeme und Verfahren zur Lösung von KUI-Problemen vor Ort anbieten.

Weltweit haben viele Industrien die Nutzen der Belzona Lösungen für Korrosion unter Isolierung erkannt und die vielfältigen Probleme in dieser Branche angehen können. Belzona Lösungen für KUI können u. a. an den folgenden Ausrüstungsgegenständen eingesetzt werden:

  • Rohrleitungen
  • Behälter
  • Düsen
  • Wäscher
  • Absorber
  • Verdampfer
  • Fackelgastrommeln
  • Steigleitungen
  • Wärmedämmungen
  • Kolonnen
  • Dampfleitungen
  • Abluftkanäle
  • Kessel

Die Effektivität der Belzona Lösungen für KUI hat sich bei diesen Anwendungen bewährt. Unsere Lösungen bieten der Ausrüstung eine verlängerte Lebensdauer, sodass hohe Austauschkosten vermieden und Unterbrechungen minimiert werden.

Video:

Belzona-Anwendungsvideo – Korrosion unter Isolierung

Weitere Informationen: